Aufbruch in den Sommer

Aufbruch in den Sommer

Die Lust am Reisen wie auch sommerliche Glücksgefühle stehen thematisch über dem Programm des Konzerts vom 13. Mai 2018. Es bringt mit der im letzten Jahr erstmals aufgeführten »Lustspiel-Ouvertüre« von Alexander Zemlinsky eine besondere Novität. Dem festlich-frohen Stück folgt Felix Mendelssohns »Meeresstille und Glückliche Fahrt«, eine der schönsten Konzertouvertüren der musikalischen Romantik.

Erstmals überhaupt (!) in Berlin erklingt die Ouvertüre »In Italien« des einst viel gespielten und vor allem mit der Oper »Die Königin von Saba« umjubelten Opernkomponisten Karl Goldmark – eines jener zahllosen klangschönen und mitreißenden Orchesterwerke der Zeit um 1900, die grundlos in Vergessenheit geraten sind.

Auch das Werk des Gegenwartskomponisten Wilfried Hiller »Hintergründige Gedanken des erzbischöflichen Compositeurs Heinrich Ignaz Franz Biber beim Belauschen eines Vogelkonzertes« beweist einmal mehr, wie eingängig eine zeitgenössische Schöpfung sein kann – die ländlich-fröhliche Stimmung dieses Stückes mit seinem lustigem Vogelgeschrei ist unwiderstehlich.

Ein Gedanke zu “Aufbruch in den Sommer

  1. Der gestrige Konzertabend „Aufbruch in den Sommer“ trug seinen Namen zurecht. Was für eine interessante und vor allem abwechslungsreiche Zusammenstellung der einzelnen Stücke an diesem Abend. Schon der Auftakt mit Zemlinskys Lustspiel-Overtüre ließ einem das Herz aufgehen. Dann W. Hiller mit einer mir bislang völlig unbekannten Musik war in der Tat unwiderstehlich. Besonders schön gespielt die musikalische Romantik von Mendelssohns „Meeresstille und Glückliche Fahrt“. Zwischendurch gab es auch orientalische Klänge, die dem Abend eine ganz besondere Note gaben. Also ich kann nur sagen: Weiter so!

    Vor allem in der Unterschiedlichkeit der Stücke lag hier die Besonderheit des Abends. Nicht zuletzt durch den großartigen Dirigenten Michelangelo Galeati, der den Symphonikern einiges abverlangte. Wir hatten einen wunderbaren Sonntag Abend, von dem ich mir nur noch gewünscht hätte, dass der Kammermusiksaal besser gefüllt gewesen wäre.

    Susanne Altendorf

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