April-Scherze

Überaus heiter in den April!

Die Berliner Symphoniker mit einem ungewöhnlichen April-Auftaktkonzert 

mit Gioacchino Rossini, Peter Cornelius und Ludwig Thuille

Das siebte Sinfoniekonzert der Berliner Symphoniker im Großen Konzertsaal der Philharmonie – im Rahmen der „Konzerte für die ganze Familie“ – bildet einen ungewöhnlichen Abschluss- und Höhepunkt: Unter dem Titel „April-Scherze“ geht das Traditionsorchester der Frage nach, ob Witz in der Musik italienischen Komponisten vorbehalten sei.

Und so stehen am Anfang zwei der beliebtesten die Ouvertüren von Gioacchino Rossini, zu heiteren Opern „Die seidene Leiter“ und „Der Barbier von Sevilla“.

Das barbierende Faktotum schlägt dann den Bogen zu seinem Fachkollegen mit Turban, zum Barbier von Bagdad“, jenem „Total-Universalgenie“,  das Peter Cornelius in seiner (durch die großpolitische Lage heute etwas ins Hintertreffen geratenen) überaus komischen Oper besungen hat. Nach der Auftrittsarie des Abul Hassan Ali Ebn Bekar erklingt als eine besondere Pretiose die Ouvertüre zu dieser Oper in jener Fassung, die Franz Liszt konzipiert und der in Berlin geborene Waldemar von Baußnern rauschhaft orchestriert hat.

Engster Jugendfreund von Richard Strauss war der in Bozen geborene Komponist Ludwig Thuille. Nicht nur als Cornelius-Herausgeber eiferte er diesem Vorbild an Komik insbesondere in Punkto Heiterkeit nach. Fürs Kabarett komponierte Thuille die Prähistorische Ballade jenes Theodor Vischer, der u.a. mit „Faust III“ in Konkurrenz zu Goethe getreten ist. Das „Urschlamm-Idyll“ über einen verliebten Ichtyosaurus, instrumentiert vom Amerikaner Geoffrey Brody, erlebt an diesem Abend seine orchestrale Uraufführung.

Den Abschluss des in jeder Hinsicht kurzweiligen Abends bildet die Erstaufführung eines veritablen romantischen Comicals, „sehr frei nach F. Schiller“: „Fridolin oder der Gang zum Eisenhammer“. Für diese halbszenische Burleske verlangt Ludwig Thuille fünf solistische Männerstimmen und einen Männerchor sowie großes Orchester; auch die in ihren Vasallen Fridolin verliebte Gräfin ist mit einer Männerstimme besetzt. Den Chor der Ritter bildet der Männerchor des Berliner Oratorien-Chors (BOC).

Alle Basspartien gestaltet der vom Publikum in der Komischen Oper Berlin stets mit Ovationen überschüttete Bassist Stefan Sevenich. Neben ihm sind junge Solisten der UdK zu erleben:

Daniel Nicholson, Edoardo Ignacio Rojas Faúndez, Georg Drake und Yilin He, einstudiert von Norbert Biermann.

Die Berliner Symphoniker leitet Thomas Hennig, der auch für die Choreinstudierung des BOC verantwortlich zeichnet.

APRIL-SCHERZE:

Gioacchino Rossini (1792-1868):

Ouvertüren »Die seidene Leiter« und »Der Barbier von Sevilla«

Peter Cornelius (1824-1874):

Auftrittsarie des Abbul Hassan Ali Ebn Bekar aus dem 1. Akt »Der Barbier von Bagdad«

Ouvertüre zu »Der Barbier von Bagdad« von Franz Liszt und Waldemar von Baußnern nach Peter Cornelius

Ludwig Thuille (1861-1907):

»Urschlamm-Idyll«, Prähistorische Ballade von Theodor Vischer, instrumentier von Jeffrey Brody (UA)

»Fridolin – oder Der Gang zum Eisenhammer«, Burleske für Soli, Männerchor und Orchester,

sehr frei nach Friedrich Schiller von Robert Kathan (EA)

Stefan Sevenich, Bass (Barbier, Ichtyosaurus, Graf)

Edoardo Ignacio Rojas Faúndez, Counter (Gräfin)

Georg Drake, Tenor (Fridolin)

Yilin He, Bariton (Robert)

Berliner Symphoniker

Männerchor des Berliner Oratorien-Chors (BOC).

Musikalische Leitung: Thomas Hennig


Änderungen vorbehalten



Konzert für die ganze Familie


Datum: 01.04.2019
Zeit: 20:00 - 21:30 Uhr


Veranstaltungsort


Berliner Philharmonie
Herbert von Karajan Str. 1
10785 Berlin
Deutschland




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