E. T. A. Hoffmann und die Romantik

Sopran: Nadja Korovina
Dirigent: David Robert Coleman

Die Berliner Symphoniker mit einem ungewöhnlich farbenprächtigen Programm rund um den Dichter und Komponisten E.T.A. Hoffmann

Das fünfte Abonnements-Sinfoniekonzert der Berliner Symphoniker in der Philharmonie wartet mit ganz besonderen Pretiosen, rund um das in Berlin verstorbene Multitalent E.T.A. Hoffmann, auf. Programmatisch beginnt es mit einer frühen Komposition des verfemten Komponisten Walter Braunfels, von dem die Berliner Symphoniker in dieser Spielzeit bereits mit großem Erfolg das „Te Deum“ zur Aufführung gebracht haben. Braunfels’ erste Oper »Prinzessin Brambilla«‚ aus der die Carnevals-Ouvertüre zu hören ist, basiert auf einer Erzählung E.T.A. Hoffmanns. Dessen berühmtestes eigenes Bühnenwerk ist die Oper »Undine« auf ein Originallibretto von Fouquet; nur zu einer Arie, die sich um Zukunftsfragen dreht, hat Hoffmann es sich nicht nehmen lassen, selbst den Text zu verfassen: diese Szene und Arie der Berthalda aus dem 3. Akt interpretiert die auch an den Berliner Opernhäusern gefeierte Nadja Korovina. Anschießend wird sie in  den »Tre Canti« nach Texten von Dino Campana für Sopran und Orchester zu erleben sein – komponiert von David Robert Coleman, der als Komponist seinerseits in Epoche zwischen später Romantik und früher Moderne wurzelt. Eines von Colemans frühen Lieblingswerken ist die auch von Gustav Mahler überaus geschätzte Partitur der »Rose vom Liebesgarten« von Hans Pfitzner. Der heute politisch nicht unumstrittene Komponist gehörte im frühen 20. Jahrhundert zu den Anführern der Moderne, und auf dieser Oper fußt auch die Klangfarbentheorie der Neuen Wiener Schule; ein vielfältig schillerndes Beispiel für die Klangpracht dieses Komponisten, der sich auch vielfältig für Hoffmann eingesetzt hat, bietet das sinfonische Zwischenspiel »Blütenwunder«. Zum Abschluss des Konzerts dann eine Orchestersuite von Pfitzners ästhetischem Kontrahenten Ferruccio Busoni, dessen Oper »Die Brautwahl« ebenfalls einer Erzählung von E.T.A. Hoffmanns folgt.

Der in London geborene Dirigent und Komponist David Robert Coleman war zunächst Assistent von Kent Nagano und Pierre Boulez, von 2010 bis 2018 an der Staatsoper Unter den Linden als Pianist, Dirigent und Komponist tätig. Seine Kammeroper ‘Hans im Glück’ erfuhr dort über 50 Vorstellungen. Im  Sommer 2018 brachte Daniel Barenboim Colemans „Looking for Palestine“ bei den Salzburger Festspielen, den Proms in London und dem Festival Luzern zur Uraufführung. Nach zahlreichen Gastdirigaten, u. a. mit dem London Philharmonic Orchestra, dem HR-Sinfonieorchester, der Philharmonia London, dem Orchestre Symphonique de Montrealuna, den Klangkörpern mehrerer deutschen Staatstheater und dem HR-Sinfonieorchester leitet David Robert Coleman nun zum zweiten Male die Berliner Symphoniker, aber erstmals  in der Philharmonie.

 

„E. T. A. Hoffmann und die Romantik“

Walter Braunfels (1882-1954):

Carnevals-Ouvertüre zu E. T. A. Hoffmanns »Prinzessin Brambilla«‚ op. 22

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776-1822):

Arie der Berthalda aus dem 3. Akt »Undine«

David Robert Coleman (geb. 1969):

»Tre Canti« nach Texten von Dino Campana für Sopran und Orchester

Hans Pfitzner (1869-1949):

»Blütenwunder« aus »Die Rose vom Liebesgarten«

Ferruccio Busoni (1869-1924):

Orchestersuite aus »Die Brautwahl«, op. 45

 

Nadja Korovina, Sopran

Berliner Symphoniker

Musikalische Leitung: David Robert Coleman


Änderungen vorbehalten



Sinfoniekonzerte Klassik für die Familie


Datum: 24.03.2019
Zeit: 16:00 - 17:30 Uhr


Veranstaltungsort


Berliner Philharmonie
Herbert von Karajan Str. 1
10785 Berlin
Deutschland




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