Liebe treue Abonnent*innen, Freundinnen und Freunde sowie Förderer der Berliner Symphoniker!

Mit Beginn des Weihnachtsmonats liegt bereits eine erste gewaltige Arbeitsstrecke der neuen Spielzeit hinter uns: zwei Abonnements-Sinfoniekonzerte in der Philharmonie, drei Konzerte für die ganze Familie im großen Konzertsaal der Universität der Künste und vier Sonderkonzerte – im Konzerthaus, im Berliner Dom, in der Gethsemanekirche und im Ernst Reuter-Saal.

Allein in den vergangenen sechs Wochen hat unser Orchester sechs unterschiedliche, schwere Konzertprogramme erarbeitet und dann – jeweils am Wochenende – ein Konzert mit einem neuen Programm erfolgreich zur Aufführung gebracht. Davon zeugten und zeugen erfreulicherweise nicht nur glückliche Augen der Besucher*innen und begeisterte Zuschriften, sondern auch die Stimmen in den Medien, nach Jahrzehnten der Nichtbeachtung zum wiederholten Male im Berliner Tagesspiegel, in weiteren Berliner Tageszeitungen und auch überregional, auf internationalen Foren (so etwa auf www.klassik.com).

Dank der Initiative von Kolleg*innen aus unserem Orchester wie aus unserem Trägerverein, sind wir in den sozialen Medien inzwischen gut und aktuell vertreten, und auch unsere Website wird mindestens allwöchentlich aktualisiert und viel frequentiert.

Auch dieser Monat – nimmt man den Neujahrstag rechnerisch mit hinzu – bringt vier Sinfoniekonzerte. Den beiden traditionellen Silvesterkonzerten im Kammermusiksaal und dem ebenfalls bereits traditionellen Neujahrskonzert in Bad Kissingen geht am vierten Adventssonntag ein in überregionalen Kunst- und Theaterkreisen heute bereits als sensationell gefeiertes, multimediales Konzert voran: am 23. Dezember ereignet sich um 16:00 Uhr in der Philharmonie »Das Mirakel«.

Damit kehrt am Tag der Uraufführung (dem 23.12.1911) nach gut einhundert Jahren das Hauptwerk des verfemten Berliner Theatermoguls Max Reinhardt zurück in die Hauptstadt, wo »Das Mirakel« ab der zweiten Dekade des 20. Jahrhunderts an vier Spielstätten und obendrein teilweise gleichzeitig auf der Leinwand eines großen Berliner Filmpalastes gezeigt worden war. Nach der Londoner Uraufführung wurde »Das Mirakel«, europaweit und auch in Übersee in allen Metropolen zur Aufführung gebracht, die meistgespielte und nachweislich auch meistbesuchte Musiktheaterproduktion des 20. Jahrhunderts. Das über den jüdischen Regie-Zauberer verhängte Vergessen in Deutschland und anderen Teilen Europas führte dazu, dass das von Max Reinhardt – mit seinem Dramaturgen und Hausdichter Karl Vollmoeller und dem Komponisten Engelbert Humperdinck gemeinsam geschaffene – Mammutwerk nach dem Tode Max Reinhardts nie wieder komplett realisiert wurde.

In unserer weihnachtlichen Wiederaufführung werden die Berliner Symphoniker®, zwei gemischte Chöre (Berliner Oratorienchor und Concentus Neukölln) und der Löwenkinderchor musikalisch geleitet von Thomas Hennig (dessen am selben Ort vor einigen Jahren realisierte »Symphonie der Tausend«, Gustav Mahlers Achte Symphonie, den Berlinern unvergesslich im Gedächtnis geblieben sein dürfte).

In dieses »größte Musik-Tanz-Theater-Spektakel aller Zeiten«, das als »musikalisches Theater der 5000« in die Theatergeschichte eingegangen ist, integrieren wir – in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen FilmPhilharmonie – die Sequenzen des lange Jahre verschollenen, nun erstmals wieder in Berlin zu erlebenden »Mirakel«-Stummfilms, der Verfilmung der Wiener Reinhardt-Inszenierung im Jahre 1912. Wie 1914 bei den Berliner Aufführungen des Films im Palasttheater am Zoo, kommt dabei auch ein Rezitator zum Einsatz – bei uns der britische Schauspieler und Kinderbuchautor Andrew Weale, der den Regisseur Max Reinhard bereits wiederholt auf der Bühne verkörpert hat.

Bitte sichern Sie sich rasch, solange es die insbesondere überregionale Nachfrage erlaubt, Karten für dieses ganz außergewöhnliche Ereignis!

Auch unsere Silvesterkonzerte am 31. Dezember um 15:00 und um 18:00 Uhr, werden – wie Sie dies spätestens seit dieser Spielzeit nicht anders erwarten werden – eine Reihe von musikalischen Besonderheiten enthalten. Unter dem Motto »Berliner Luft und Alpenduft« schlagen wir den Bogen vom Komponisten des Berliner »Überbrettl« (des ersten Kabaretts auf deutschem Boden, 1901 am Alexanderplatz), von Oscar Straus über Paul Linke, Eduard Künneke und Paul Abraham bis zu den Alpen – u. a. mit Leopold Mozart und einer veritablen Orchester-Uraufführung eines Jugendliedes von Richard Strauss sowie einer ungewöhnlichen, mehr nach Offenbach als nach Wagner klingenden Komposition von Richard Wagner.

Aber auch beliebte Silvesterkonzert-Ohrwürmer, wie Johann Strauß‘ Walzer »Künstlerleben« oder der »Radetzkymarsch« werden in der Programmfolge, die erfahrungsgemäß mit Zugaben nicht geizt, zu hören sein.

In diesem Sinfoniekonzert im Kammermusiksaal der Philharmonie, das vom scheidenden Chefdirigenten Lior Shambadal geleitet wird, erleben Sie die auf den Opern- und Operettenbühnen der Welt gefeierte Berliner Kammersängerin Dagmar Schellenberger sowie den Hornisten Arkadi Shilkloper, der auf diversen Instrumenten, unter anderem einem Alphorn zu erleben sein und sogar auf zwei Hörnern gleichzeitig ein Duo spielen wird.

Der Schlussakt der »Mirakel«-Handlung spielt am Weihnachtsabend. Der Besuch der Aufführung am Vorabend des Weihnachtsfestes wird, das versprechen wir Ihnen, ein ganz besonderes Weihnachtserlebnis!

Und unsere Silvesterkonzerte bieten Ihnen den optimalen Abschluss des Jahres 2018 – und sie sollen selbstredend und -klingend Lust machen auf mehr Besonderheiten unseres an ungewöhnlichen Programmpunkten ebenso reichen Programms wie an vertrauten, bewährten und immer wieder gerne aufs Neue zu erlebenden Kostbarkeiten der Musikgeschichte!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine frohe Vorweihnachtszeit, wunderschöne Feiertage und heute schon alles nur erdenklich Gute im Jahre 2019 – gemeinsam mit uns, Ihren Berliner Symphonikern®!

 

Der Intendant der Berliner Symphoniker
Prof. Dr. Peter P. Pachl
und
der Vorstand des Trägervereins Berolina Orchester e.V. – Berliner Symphoniker®
Alfred Christmann

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