David Reiland

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 Im Januar 2022 wurde David Reiland zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Korean Symphony Orchestra ernannt. Seit September 2018 ist er ebenfalls Chefdirigent des Orchestre National de Metz sowie Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Sinfonietta Lausanne und « Schumann Gast » der Tonhalle Düsseldorf.

Seit 2006 arbeitet David Reiland als Gastdirigent und Assistent mit zahlreichen Orchestern und Chören zusammen, u.a. dem Hallé Orchestra (UK), dem Age of Enlightenment, dem Mozarteum Orchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Basel, dem Münchner Rundfunkorchester und in Frankreich unter anderem dem Orchestre de Chambre de Paris sowie dem National d’Île de France oder dem Orchestre du Capitole de Toulouse und regelmässig mit dem Orchestre national de Lille.

Der gebürtige Belgier dirigierte 2014 als erster belgisches Dirigent nach 20 Jahren das Orchestre National de Belgique und kehrt seither alljährlich nach Brüssel zurück, zuletzt für das erste “post-corona” Konzert im Brüsseler Bozar mit Mozart, welches anlässlich der Fête de la Musique für Klara TV ausgestrahlte wurde.

Mozart nimmt in David Reilands Arbeit einen besonderen Platz ein: Sein Début mit « Mitridate » in Paris zog « Cosi fan tutte » an der Korean Nationl Opera nach sich. Reiland dirigierte in seiner Zeit als Asistent und GMD an der Opéra de St Etienne den kompletten Mozart. Zum Auftakt seiner Amtszeit mit dem Orchestre National de Metz war er mit seinem Orchester im September 2018 in den Pariser Invalidendom mit Mozarts Requiem eingeladen, gefolgt von einem Mozartabend im Théâtre des Champs Elysées. Im Februar 2020 gab er sein Débüt beim Konzerthausorchester Berlin mit Mozart. Zu Beginn des Jahres 2022 übernahm David Reiland an der Komischen Oper Berlin eine Reihe von Dirigaten der berühmten Inszenierung der Zauberflöte von Barrie Kosky, dirigierte in Lille THAMOS und kehrt für eine Mozarttournée nach Oviedo und La Coruna zurück. 2025 wird Reiland in Metz COSI FAN TUTTE dirigieren und an der Korean National Opera LE NOZZE DI FIGARO. Neu auch im Spielplan: ELEKTRA in Metz im November 2025.

Französiche Romantik steht zentral in David Reiland’s Schaffen:An der Opéra de Massy (Paris) dirigierte David Reiland im November 2018 « Samson et Dalila » und 2014 « Carmen », die er ebenfalls am Bolschoi übernahm. In Saint Etienne dirigerte er Poulencs’ « Dialogue des Carmélites » sowie Offenbachs’ « Contes d’Hoffmann ». An der Oper Lausanne Offenbachs’ « La vie Parisienne » und an der Oper Leipzig 2017 Gounods’ neuentdeckte Oper « Le Cinq Mars », in Belgien stand im Dezember 2018 Bizet’s « Pêcheurs des Perles » als Premiere in Antwerpen an, die erneut in Genf 2021 programmiert waren. Am Festival BERLIOZ, Côte St André, dirigierte Reiland LELIO sowie die Symphonie Fantastique,.

Von 2009 bis heute war der gebürtige Belgier Musikdirektor des Orchestre de Chambre du Luxembourg sowie des Ensembles für zeitgenössische Musik „United Instruments of Lucilin“. Selbst Komponist, hinterliess Reiland hier ebenfalls starke Spuren und die Luxemburger Philharmonie lud ihn im November 2019 zum zeitgenössischen Festival « Rainy Days » mit dem Orchestre national de Metz ein mit einem Programm um Clara Iannotta und Franck Bedrossian. Das internationale Festival MUSICA in Strasbourg vertraute ihm und seinem Metzer Orchester das Abschlusskonzert der Saison 2019 an im Zeichen der Komonisten Charles Ives und Rebecca Saunders. 2022 dirigiert Reiland das Eröffnungskonzert MUSICA in Strasbourg.

2023 débütiert Reiland in Hiroshima und Tokyo mit einer Reihe geistlicher Werke, dirigierte in der Cathédrale de Reims Poulenc’s “Gloria”, in Macao Mozart’s “Requiem” und am Orchestre du Capitol de Toulouse das “Deutsche Requiem von Johannes Brahms. Im Herbst 2025 ist David Reiland in der wiedereröffneten Cathédrale Notre de Dame de Paris mit Mendelssohn’s ELIAS zu hören sowie alljährlich in der Philharmonie de Paris mit seinem Metzer Orchester.

David Reiland war Assistent von Sir Simon Rattle und Sir Roger Norrington am Orchestra of the Age of Enlightenment sowie von Russell-Davies am Mozarteum Orchester Salzburg. Seine Dirigierstudien schloss David Reiland in Brüssel und Paris ab, jeweils mit besonderer Auszeichnung. 

In Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane und dem Münchner Rundfunkorchester hat David Reiland eine Monographie der Werke von Benjamin Godard (1849 – 1895) 2017 vorgelegt, für NAXOS nahm er Daniel Auber’s (1882 – 1871) SIRENE 2019 auf. Eine Gesamtaufnahme des Œuvre des belgischen Komponisten Albert Huybrechts (1899- 1938) ist in Arbeit mit dem Orchestre Royal Philharmonique de Liège. Mit dem Orchestre National de Metz erschien im Herbst 2022 ein Album mit französischen KomponistInnen aus dem 19. Jahrhundert (DIAPASON D’OR 2023) sowie der Beginn eines Brahms Zyklus mit dem 1. Klavierkonzert von J. Brahms und die preisgekrönte Aufnahme französischer Komponistinnen (Augusta Holmes, Betsy Jolas, Mel Bonis). Bizet’s “Vasco da Gama” ist in Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane in Arbeit.