Christian Rieger

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Künstlerfoto privat

Christian Rieger musikalische Biographie gestaltet sich sehr facettenreich: geboren und aufgewachsen im Schwarzwald, erhielt er nach ebenso langen wie kurzweiligen autodidaktischen (Improvisations-) Lehrjahren seinen ersten Klavierunterricht bei Maria Bergmann in Baden-Baden. Ein Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe schloss sich an, am intensivsten betrieben in den Fächern Orgel (Andreas Schröder), Dirigieren (Martin Schmidt) und Analyse (Matthias Spahlinger). Ein zweifach zugestandenes Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ermöglichte ihm die Fortsetzung seiner Studien an der Schola Cantorum in Basel. Nachhaltige Eindrücke empfing er dort von Jean-Claude Zehnder (Orgel) und Andreas Staier (Cembalo). Nach ersten Erfolgen auf Wettbewerbs- und Konzertpodien, sowie einem einjährigen Intermezzo als Opernkorrepetitor und Theatermusiker, schloß er sich noch während des Studiums der Kammermusikgruppe „Musica Antiqua Köln“ an, die er runde sechs Jahre später verließ, um sich vermehrt dem cembalistischen Solorepertoire zu widmen.

Als Solist und Duopartner auf Cembalo, Orgel und Hammerklavier ist er seit dieser Zeit Gast auf Festivals und Konzertreihen in ganz Europa, aber auch in Nord- und Südamerika und in Asien.

Zahlreiche Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen ergänzen diese Präsenz.

Eine spielerische Neigung zu Improvisation und Komposition führte ihn zur Filmmusik und (zurück) zum Theater. Als Arrangeur, Komponist und Improvisator stattete er Filme von Dominique de Rivaz und Gerard Corbiau aus, als musikalischer Leiter (unter anderem einer eigenen Fassung von Offenbachs „Belle Hélène“) arbeitete er an Bühnen wie Stuttgart oder Düsseldorf.

Christian Rieger ist passionierter Pädagoge: nach Stationen als Lehrer in Detmold, Berlin und Salzburg unterrichtet er seit 2004 als Professor für Historische Tasteninstrumente und Generalbass an der Folkwang Universität der Künste in Essen.