Mischa Maisky ist der einzige Cellist weltweit, der sowohl bei Mstislav Rostropovich als auch bei Gregor Piatigorsky studiert hat.
Rostropovich pries Mischa Maisky als „… eines der außergewöhnlichsten Talente der jüngeren Generation. Sein Spiel kombiniert Poesie und erlesene Zartheit mit großem Temperament und brillanter Spieltechnik.“
In Lettland geboren, in Russland ausgebildet, wurde Mischa Maisky nach seiner Repatriierung in Israel mit Begeisterung in den großen Konzertsälen in London, Paris, Berlins, Wien, New York, Tokyo und vielen anderen empfangen. Der Ausnahmecellist sieht sich selbst als Weltbürger: „Ich spiele ein italienisches Cello, mit französischen und deutschen Bögen und österreichischen und deutschen Saiten, meine sechs Kinder wurden in vier verschiedenen Ländern geboren, ich fahre ein japanisches und ein amerikanisches Elektroauto, trage eine indische Kette und eine Schweizer Uhr und ich fühle mich überall dort zuhause, wo die Leute klassische Musik genießen und schätzen.“
2023 beging Mischa Maisky nicht nur seinen 75jährigen Geburtstag, sondern auch sein 50jähriges Bühnenjubiläum im Westen. Als Exklusivkünstler der „Deutschen Grammophon“ spielte er in mehr als dreißig Jahren mehr als vierzig LPs und CDs ein mit namhaften Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic, dem London Symphony Orchestra, L’Orchestre de Paris, dem Orpheus Chamber Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe und anderen. .
2018 erschien eines seiner persönlichsten Alben „Adagietto“ bei der Deutschen Grammophon, das er mit seiner Tochter Lily Maisky eingespielt hat und die er mit einigen Live-Bonustiteln ergänzte, bei denen Martha Argerich, Janine Jansen, Julian Rachlin und sein Violine spielender Sohn Sascha Maisky mitwirkten. Ebenso findet sich darauf ein Multitrack-Arrangement von Mahlers „Adagietto“ aus dessen 5. Symphonie. Mischa Maisky hat – mit Ausnahme der Harfe – sämtliche Stimmen mit dem Cello selbst eingespielt. Ein Projekt, von dem er seit vielen Jahren geträumt hat.
Seine jüngste CD trägt den Titel „20th Century Classics“ und beinhaltet eine Bonus CD der Weltpremiere von Benjamin Yusupov’s Cellokonzert, das der israelische Komponist Mischa Maisky gewidmet hat. Dazu eine erneute Multitrack-Aufnahme der „Bachianas Brasileiras“ von Villa Lobos.
Seine Einspielungen erzielten nicht nur grandiose Kritiken sondern auch fünf namhafte Auszeichnungen, den „Record Academy Prize“ in Tokyo, drei Mal den Deutschen Schallplattenpreis „Echo“, den „Grand Prix du Disque“ in Paris und den „Diapason d’Or of the Year sowie mehrere Nominierungen für den begehrten Grammy Award.
Ein besonderer Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit war zweifellos das Jahr 2000, in dem Mischa Maisky den 250. Todestag Johann Sebastian Bachs auf eine ganz besondere Weise würdigte. In einem Konzertmarathon von weit über 100 Konzerten brachte er Bachs Solosuiten weltweit zur Aufführung. Um seine tiefe Verehrung und Bewunderung für diesen Komponisten auszudrücken, nahm Mischa Maisky Bachs Solo Suiten im Laufe seiner Karriere gleich drei Mal auf.
Als weltbekannter Musiker war Mischa Maisky regelmäßiger Gast auf den größten internationalen Festivals und hat mit namhaften Dirigenten wie Leonard Bernstein, Carlo Maria Giulini, Paavo Järvi, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Giuseppe Sinopoli, Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, James Levine, Charles Dutoit, Yuri Temirkanov, Mariss Jansons und Gustavo Dudamel gearbeitet. Seine kammermusikalische Zusammenarbeit schloss Künstler wie Martha Argerich, Radu Lupu, Nelson Freire, Evgeny Kissin, Itzhak Perlman, Lang Lang, Peter Serkin, Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Vadim Repin, Maxim Vengerov, Joshua Bell, Julian Rachlin und Janine Jansen ein, um nur ein paar wenige zu nennen.
