Fausto Fungaroli

Fausto Fungaroli, erster Gastdirigent der Berliner Symphoniker, (geboren am 09. Juni 1972 in Calabritto in Italien) ist ein italienischer Dirigent und Klarinettist.
Den ersten Klarinettenunterricht erhielt er bereits als Kind von seinem Vater. Er absolvierte zunächst in seinem Heimatland ein Musik- und Dirigierstudium am Regio Conservatorio di Musica San Pietro a Majella in Neapel bei Prof. Francesco Vizioli.
Am Avellino-Cimarosa-Konservatorium belegte er die Studiengänge Komposition, Klarinette und Orchesterleitung für Blasorchester und beendete diese erfolgreich mit Diplom. Im Jahre 2003 nahm er an den Wiener Meisterkursen bei Prof. Salvador Mas Conde teil und von 2003 bis 2006 regelmäßig an den Dirigierkursen im Rahmen der Bachwoche Stuttgart unter der Leitung von Prof. Helmuth Rilling und Prof. Masaki Suzuki teil. 2004 folgte er einer Einladung als Dirigier-Stipendiat und Assistent von Prof. Helmuth Rilling zum Europäischen Musikfest nach Stuttgart.
Ein Stipendium führte Fausto Fungaroli nach Hamburg, wo er von 2005 bis 2006 an der Hochschule für Musik und Theater seine musikalische Ausbildung mit einem Dirigier-Aufbaustudium bei Prof. Christof Prick fortsetzte.
In den darauf folgenden Jahren erlangte er als Dirigent international renommierter Orchester einen bedeutenden Platz im deutschen Kulturleben. So stand er bereits am Pult des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters, der Berliner Symphoniker sowie des Ensemble Resonanz Hamburg. Auch das Bach-Collegium und die Gächinger Kantorei Stuttgart, das Staatliche Kammerorchester Kasachstans und das Mitteleuropa-Orchester des Friaul Julisch Venetien „Italien“ arbeiteten bereits erfolgreich und wiederholt mit ihm zusammen, ebenso berühmte Solisten, darunter Karl Leister, David Orlowsky, Gaspare Buonomano, Guillaume Couloumy, Alessandra Rezza oder Aiman Mussakhajayeva.
Fausto Fungaroli war zudem Gastdirigent des Jove Orquestra Simfònica de Castelló (JOSC) sowie von 2009 bis 2015 Chefdirigent des Landesjugendorchesters Hamburg, mit dem er mehr als 35 unterschiedliche Konzertprogramme zur Aufführung brachte.
Als Assistent legendärer Dirigenten, unter ihnen Christoph von Dohnányi, Michael Gielen, Helmuth Rilling und Aldo Ceccato, wirkte er unter anderem in der Leiszhalle in Hamburg, dem Herkulessaal in München, der Philharmonie und dem Konzerthaus in Berlin, der Liederhalle in Stuttgart sowie am San Carlo Theater in Neapel und der Shostakovich Philharmonic Hall in St. Petersburg.
Seit Oktober 2011 ist er künstlerischer Leiter des Orchesters des Universität zu Lübeck.

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